TUHH Spektrum Mai 2016 - Page 41

Kontakte mit Flüchtlingen zu knüpfen, ist für mich eine große Horizonterweiterung. Ein Stück weit bedeutet es für mich, Verantwortung zu tragen und diese wahrzunehmen für die gesellschaftliche Entwicklung der nächsten Jahre. Die gemeinsame Freude an der Musik – so unterschiedlich sie sein mag – zu teilen, ist ein guter Weg, einander zuzuhören, kennenzulernen und sich gegenseitig für das bisher Unbekannte zu begeistern. Lydia Heilmann Die Arbeit mit Flüchtlingen ist mein Beitrag zur Integration. Ich möchte meine Erfahrungen einbringen, und das ist auch der Grund, warum ich mich für ein Jahr von der TUHH zur Zentralen Erstaufnahme Harburg habe abordnen lassen. Jutta Peier Ein Team mit Herz für die Kinder im Camp! Mit Ihnen zu spielen, zu malen und zu tanzen, das ist anregend und aufregend und bringt Freude! Uschi Ziegler Ich möchte einfach helfen und Wissen weitergeben. Jan Meichsner Weitere Statements finden Sie online: http://joom.ag/rncp http://joom.ag/rncp Wer hat noch nicht? Wer will, kann jetzt noch sein Statement abgeben: http://joom.ag/rncp http://joom.ag/rncp Alles freiwillig! Unter dem Dach von TUHamburgIntegrativ engagieren sich mehr als 150 Nachwuchswissenschaftler, Studierende, Professoren und Mitarbeiter der Verwaltung in der Flüchtlingshilfe. amit bereitet die TU Hamburg auch ihren Nachwuchs auf die mit der Integration der Flüchtlinge verbundene große gesellschaftliche Aufgabe vor. Mit einem breit gefächerten und auf einander abgestimmten Angebot nehmen die Freiwilligen – mit Unterstützung des Präsidiums sowie einzelner Institute, dem Rechenzentrum und der Bibliothek – ihre gesellschaftliche Verantwortung für die Integration von Flüchtlingen in der Hansestadt wahr. Sie engagieren sich in einer von mehr als zwölf Projektgruppen (Kasten nebenstehend) von TUHamburgIntegrativ. Diese Initiative, vertreten durch Jutta Katharina Werner (Verwaltung), Julia Ehrenmüller (wissenschaftliche Mitarbeiter) und Gabriele Grütter (Studierende), kooperiert auf dem Campus auch mit dem Bildungs-und Weiterbildungsangebot der TU Hamburg „From Camp to Campus“ (Seite 28). Im Mittelpunkt der Integrationsarbeit von TUHamburgIntegrativ stehen die Neuankömmlinge im Camp gegenüber dem Campus: der Zentralen Erstaufnahme Einrichtung (ZEA) Schwarzenberg. Doch unter den Projektteilnehmern sind auch immer mehr Be- D wohner anderer ZEA in Campusnähe, wo in verschiedenen Unterkünften mehrere tausend Flüchtlinge leben. Als Deutschlehrer, Sprachbuddys, Integrations-Scouts, Dolmetscher, Laufbahnberater, Netzwerker für Einzelfälle, mit Nachhilfe und Kinderbetreuung leisten die Ehrenamtlichen wertvolle Integrationsarbeit ebenso wie jene, die gemeinsam ihre Freizeit beim Sport, Musizieren, Tanzen, Kochen und mit der Außengestaltung der Camps verbringen oder auf dem Campus Einladungen zu Konzerten und Kunstausstellungen organisieren. Täglich entstehen dabei vielfache Kontakte und damit Zugänge zur Sprache, zur Bildung, zur Kultur und zum Arbeitsmarkt. So werden Brücken der Verständigung für andere Kulturen gebaut und Wege zur Integration in die demokratische Gesellschaft geebnet. Dass dies kein einseitiger Weg ist, zeigen die Statements der Ehrenamtlichen, die bestätigen, dass man dabei mehr kennenlernt als nur andere Sprachen und Kulturen. Weitere Informationen: TUHamburgIntegrativ@tuhh.de Projektgruppen von Ehrenamtlichen • Deutschkurse • Sprachbuddys • Nachhilfe in Deutsch • Integrations-Scouts • Einzelfallhilfe • Dolmetscher • Laufbahnberatung • MusikIntegrativ • Konzerte und Führungen • Freizeit mit Kindern •