TUHH Spektrum Mai 2016 - Page 29

Vom Camp auf den Campus From Camp to Campus – unter diesem Motto steht das Bildungs-und Weiterbildungsprogramm für Flüchtlinge an der TU Hamburg. Damit möglichst vielen Flüchtlingen dieser Weg aus dem Lager an die Universität gelingt, gibt es für die Neuankömmlinge, die in Hamburg Ingenieurwissenschaften studieren wollen, drei Wege: Der erste richtet sich an Flüchtlinge, die sofort ein Studium aufnehmen können. Der zweite an studierwillige Neuankömmlinge. Und der dritte an geflüchtete Ingenieure und Ingenieurinnen, die sich weiterbilden möchten. Der erste Weg ist für jene Flüchtlinge, die über gute Deutschkenntnisse (Niveau C1) verfügen und deren ausländischer Schulabschluss der deutschen Hochschulzugangsberechtigung gleichwertig ist. Sie können sich ab sofort um einen Studienplatz zum Wintersemester 2016/17 in den Ingenieurwissenschaften bewerben. Wer eine Zulassung erhält – ab August – und sein Studium im Oktober startet, kann dann parallel dazu auch seine Deutschkenntnisse in Sprachkursen weiter verbessern. Zudem können Interessierte in einem Sprachtandem mit einem deutschen Kommilitonen das Erlernte verfestigen und quasi nebenbei auch die andere Kultur – vor allem auch die akademische – verstehen lernen. Wer möchte, kann sein Studium von vorneherein um zwei Semester verlängern („my track“). Informationen zum Studium: studienberatung@tuhh.de, montags und mittwochs von 9.00 bis 12.30 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 13.00 bis 16.00 Uhr, Tel.: 040/428 78-2232, Gebäude E, Am Schwarzenberg-Campus 3, Raum 0.022. Informationen zur Bewerbung: Katja Biewendt, montags und dienstags von 9 bis 12.30 Uhr und donnerstags vvon 13 bis 15 Uhr, Tel.: 040-42878-4188, Gebäude E, Am Schwarzenberg-Campus 3, Raum 0.009. Illustration: Julia Fischer Der zweite Weg ist für Studierwillige, die den ersten noch nicht gleich gehen können. Er ist für studierwillige Flüchtlinge der Ingenieurwissenschaften mit einer ausländischen Hochschulzugangsberechtigung und befriedigenden Deutschkenntnissen (Niveau B1/B2). Bewerber erhalten eine umfassende Erstberatung. Ab Juni finden diese Gespräche statt. Termine dafür können ab sofort telefonisch vereinbart werden. Besteht nach diesem Erstgespräch Aussicht, ein universitäres Studium der Ingenieurwissenschaften aufnehmen zu können, beginnt für die so ausgewählten Kandidaten zum Wintersemester 2016/17 ein das Studium vorbereitendes ein-bis zweisemestriges Programm. Auf dem Stundenplan stehen vor allem Mathematik, Phy- sik und akademisches Lernen. Zugang zu den PC-Pools sowie eine Beratung zur Finanzierung des Studiums gehören ebenso dazu wie die Angebote ein Sprachtandem zu bilden und einen Deutschkurs zu besuchen. Informationen zur Beratung und Bewerbung: Dr. Lothar Kreft, ehrenamtlicher Projektkoordinator „From Camp to Campus“, Tel.: 040-42878-3480 dienstags und donnerstags 13 bis 15 Uhr sowie nach Vereinbarung, Gebäude E, Am Schwarzenberg-Campus 3, Raum 1.060. Der dritte Weg ist für geflüchtete Ingenieure und Ingenieurinnen mit guten Deutschkenntnissen (Niveau B1/B2). Um ihnen einen schnellen und zu ihrer Ausbildung passenden Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen, entwickelte unter Leitung von Professor Martin Kaltschmitt das Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft das WeiterbildungsProgramm "TUIntegral". Mit einem individuellen, auf die Wünsche potentieller Arbeitgeber zugeschnittenen Lehrplan soll dieses Ziel erreicht werden. Dazu gehören deutschsprachige Veranstaltungen schwerpunktmäßig auf den Gebieten Umwelt, Energie, Wasser. Zum Programm gehören auch eine fachsprachliche Weiterbildung sowie vor allem Arbeitgeberkontakte zum Beispiel durch den Besuch von Messen und Exkursionen in Betriebe. Außerdem stehen Veranstaltungen zu interkultureller Kompetenz und Arbeitskultur auf dem Lehrplan. Das bis zu dreisemestrige Programm wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Aus 17 Bewerbern wurden acht ausgesucht. Sie haben zum Sommersemester 2016/2017 ihre in Deutschland einzigartige Weiterbildung aufgenommen. Die nächste Bewerbungsphase startet im August. Informationen zum Weiterbildungs-Programm: Sebastian Timmerberg, Programmkoordinator, Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft, mittwochs von 15 bis 17 Uhr, Tel.: 040-42878-2597, Gebäude N, Eißendorfer Straße 40, Raum 1.035.