TUHH Spektrum Mai 2016 - Page 24

24 Jan Lê, Theoretischer Maschinenbau, geht nach Waterloo. Keine Frage, es ist eine große Ehre, als einer der ausgewählten Studenten an der University of Waterloo studieren zu dürfen. Ich werde, wenn ich Anfang nächsten Jahres dort sein werde, Kurse belegen, die es an der TUHH nicht gibt, und hoffe so, möglichst viel aus dem mich interessierenden Gebiet der Regelungstechnik und Automation mitnehmen zu können. Waterloo wird mich fachlich weiterbringen. Besonders die praxisorientierten Angebote wie Autonomous Mobile Robotics interessieren mich sehr. Außerdem möchte ich während des Auslandsaufenthaltes meine Englischkenntnisse weiter ausbauen und die kanadische Kultur kennenlernen. Aleksej Oboskalov, Theoretischer Maschinenbau und Technology Management am NIT, geht nach Berkeley. Berkeley genießt als beste öffentliche US-Universität einen hervorragenden internationalen Ruf und so hoffe ich, mich dort fachlich weiterbilden zu können. Aus den Gesprächen mit Kommilitonen, die bereits in Berkeley waren, habe ich erfahren, dass man teilweise mit den besten Professoren zusammenarbeitet und durch den täglichen Kontakt von Lehrenden und Studierenden sehr vieles direkt von den Professoren lernen kann. Ana Lena Herrling, Bioverfahrenstechnik, war in Waterloo. Die Studienzeit in Waterloo war eine einzigartige Erfahrung und es wird bestimmt nicht mein letzter Besuch dort und in Kanada gewesen sein. Die herzliche und offene Art der kanadischen Professoren und Studenten haben es mir leicht gemacht, mich dort schnell heimisch zu fühlen. Abgesehen davon, dass ich fachlich Einblicke in neue Themenbereiche erlangte, konnte ich auch prima meine Englischkenntnisse verbessern und neue Kontakte zu international renommierten Professoren und engagierten Doktoranden aus aller Welt knüpfen. Henrik Bey, Theoretischer Maschinenbau, war in Berkeley. In Berkeley sitzt man mit Blick auf die Golden Gate Bridge im vierten Stock des MaschinenbauTrakts und sorgt dafür, dass virtuelle Rennautos auf dem Bildschirm vor einem die Ideallinie über die Rennstrecke finden. Oder man programmiert einen Pacman-Agenten, der jeden menschlichen Spieler in die Tasche steckt, und bekommt von der Koryphäe für künstliche Intelligenz, Stuart Russel, als Belohnung Kekse in Geister-Form. Und wenn man ganz fleißig war und alle Hausaufgaben, Projekte und Online-Tests abgeschickt hat, darf man raus in die Sonne und ein paar Stunden in der Bay segeln oder ein 1$-Bier im Pappy’s genießen. Aber wehe, wenn es auf die Prüfungen zugeht, die „midterms“ oder „finals“ anstehen, dann sitzt man besser wie alle anderen bis tief in die Nacht an den massiven Holztischen in der Bibliothek.Zumindest bis zum nächsten Heimspiel der Football-Mannschaft, denn dann dreht die ganze Stadt durch, färbt sich blau-gold und brüllt: den Schlachtruf der University of California: Go Bears!