The Doppler Quarterly (DEUTSCHE) Winter 2016 - Page 38

wie CoreOS haben einen eigenen Containerstandard: Rocket. Zahlreiche Stan- dards und Produkte werden rund um diese Technologien aufgebaut. Lassen Sie sich von Containern keine Angst einjagen. Diese Art von Ansatz ist nichts Neues. Container werden seit Jahren eingesetzt, um ganze Systeme zu komponentisieren, sie von der physischen Plattform zu abstrahieren und Ihnen die Möglichkeit geben, sie zwischen Plattformen (oder Clouds) zu transpor­ tieren. Konzentrieren wir uns fürs Erste auf Docker. Der Linux-Kernel, der sich im Container befindet, ermöglicht die Isolation von Ressourcen (CPU, Speicher, E/A, Netzwerk usw.). Dazu müssen keine virtuellen Maschinen gestartet wer- den. Docker erweitert ein gängiges Containerformat namens Linux Containers (LXC) mit einer übergeordneten API. Damit wird eine schlanke Virtualisie- rungslösung bereitgestellt, die Prozesse isoliert ausführt. Docker bietet auch Namespaces, um eine Anwendung hinsichtlich des Einblicks in die Betrieb- sumgebung vollkommen zu isolieren, z. B. Prozessbaustrukturen, Netzwerk, Benutzer-IDs und Dateisysteme. Das macht die Technologie sehr interessant, da sie ein offensichtliches und weitreichendes Problem löst: Wie können Sie für echte Anwendungsportier- barkeit zwischen Cloud-Plattformen sorgen? Die Möglichkeit, ohne Virtualisierung innerhalb des Docker-Containers einfa- che Plattformabstraktion zu ermöglichen, ist sehr viel effizienter für die Erstel- lung von Workload-Bundles, die zwischen Clouds transportierbar sind. In vie- len Fällen ist die Virtualisierung im Rahmen der Workloadmigration einfach zu mühsam. Container sind daher also eine echte Grundlage, um Workloads innerhalb von Hybrid Cloud- oder Multi-Cloud-Umgebungen zu bewegen, ohne dass die Anwendung nennenswert verändert werden muss. Wichtige Faktoren Container zeichnen sich durch einige grundlegende Funktionen und Vorteile aus, die Ihnen folgende Möglichkeiten geben: • Verringerung der Komplexität durch Containerabstraktionen. Container sind ohne Abhängigkeiten von der Anwendungsinfrastruktur einsetzbar. Sie brauchen also keine komplexe native Schnittstelle für die Plattform- services. • Steigerung der Portierbarkeit durch Automatisierung. Die Automatisie- rung hat die manuelle Skripterstellung ersetzt. Heutzutage ist es sehr viel schwieriger, Portierbarkeit sicherzustellen, wenn Sie Automatisie- rung nutzen. • Verbesserung von Sicherheit und Governance außerhalb der Container. Services für Sicherheit und Governance sind plattform- und nicht an­wen dungsspezifisch. Wenn Sicherheits- und Governance-Services außerhalb des Containers angesiedelt sind, sinkt die Komplexität erheblich. • Bessere Funktionalität für die verteilte Datenverarbeitung. Dies wird möglich, weil eine Anwendung in viele Domänen aufgeteilt werden kann, die sich alle in Containern befinden. Dieser portierbarkeitsbezogene Aspekt von Containern bedeutet, dass sie sich auf einer Reihe unter- schiedlicher Cloud-Plattformen ausführen lassen. Entwickler können so gezielt die Plattformen auswählen, auf denen sie ausgeführt werden – abhängig von den Kosten und der Leistungseffizienz. 36 | THE DOPPLER | WINTER 2016