The Doppler Quarterly (DEUTSCHE) Frühjahr 2017 - Page 26

Warum ist „Nach Excel exportieren“ die beliebteste Schaltfläche eines BI-Tools? Eine Liste typischer Analysevorgänge in einem großen Unternehmen könnte wie folgt aussehen: • Monatliche Data-Mining-Berechnung, die die Ausführung umfangreicher neuronaler Netzwerke in einem 20-Node-Cluster beinhaltet • Filtern, Zusammenfügen und Zusammenfassen von mehreren Terabyte an Daten über das Wochenende für das CxO-Dashboard am Montag • Nächtliche Fuzzy-Deduplizierung und langwierige Datensatzverknüp- fung in mehreren Datenfeeds zur Verbindung und Gruppierung solcher Daten • Volltextsuchläufe in mehren Terabyte an Text, die Reaktionszeiten in Sekundenbruchteilen erfordern Es ist einfach nicht möglich, dies im Rahmen einiger weniger Tools zu standar- disieren, die all diese Zwecke reibungslos erfüllen, ohne dass es zu Leistungs- problemen kommt. Wenn die Benutzer durch Unternehmensstandards einge- schränkt werden, beginnen sie, Hunderte Feeds aus dem Data Warehouse zu generieren, um bestimmte Workloads durchzuführen – meist unter Verwen- dung von Excel. Wir haben schon gesehen, dass ein großes Unternehmen Busi- ness Objects hauptsächlich als Datenzuführung für Excel verwendete. Die Abhängigkeit von der IT steigt, Business Intelligence als Self-Service bleibt ein Traum und Excel-Arbeitsblätter vermehren sich auf allen Ebenen des Unter- nehmens stark. Um die Innovation unternehmensweit zu fördern, sollte die Analyseinfrastruktur eine Vielzahl von Front-End-Analysemustern und eine Reihe von Tools unterstützen. Polyglot Persistence statt relationaler Modelle James Serra definiert Polyglot Persistence in einem seiner Blogs wie folgt: „Polyglot Persistence ist ein schicker Name, der bedeutet, dass es bei der Datenspeicherung am besten ist, mehrere Datenspeichertechnologien zu ver- wenden – abhängig davon, wie Daten von einzelnen Anwendungen oder Kom- ponenten einer einzelnen Anwendung verwendet werden.“ Abbildung 3: Beispiel einer E-Commerce-Anwendung mit Polyglot Persistence 24 | THE DOPPLER | FRÜHJAHR 2017