Sonntagsblatt 2/2018 - Page 16

im Deutschen „Rest”, R. G.) diente als Basis für den Wieder- aufbau des Ortes und gab ihm seinen neuen Namen. Wir Ma- djaren denken wir in diesem Zusammenhang an die Nation, die schrumpft, daran, dass man von Syrmien (ein Teil des einstigen historischen ungarischen Gebietes gehört zu Serbien, der ande- re zu Kroatien) und von diesem Ort behaupten kann: Hier wohnt der Rest. Nun zeichnet sich diese Gemeinschaft nicht mehr durch Untätigkeit und Lethargie aus, die trotz vieler negativer Faktoren ihre Identität, Sprache und Kultur nicht aufgeben will. Nach Aussagen von Margit néni, die mich begleitet, gehen die Dinge in die richtige Richtung, siehe, der neue Kindergarten ist in Kürze fertig und in der Schule wird nach vier Jahrzehnten Pau- se in der Muttersprache unterrichtet. All unsere Ansprechpartner sind zuversichtlich. Die Kirche als Sauerteig Die Kohäsion innerhalb der Gemeinschaft bedeuten in erster Li- nie die Kirche sowie die aktiven Mitglieder der Gemeinde. Der reformierte Pfarrer Dániel Halász berichtet darüber, dass er bei seiner Ankunft in Maradik 2012 mit folgender Situation konfron- tiert war: Die Mehrheit der Kinder spricht ausschließlich Ser- bisch, auch solche Kinder, wo beide Elternteile Madjaren sind. Auch im Religionsunterricht wechselte er oft ins Serbische, damit die Schüler, Konfirmanden das Wesentliche verstehen. „Es wurde mir klar, dass es nicht ausreicht, wenn wir uns nur mit dem Religiösen beschäftigen, wir müssten auf mehreren Fronten für Bewegung sorgen. Zuallererst eröffneten wir mit Unterstüt- zung des Konvents der Reformierten Kirche im Karpatenbecken einen Sonntagskindergarten. Ein Jahr später startete mit Unter- stützung der ungarischen Regierung ein Regelkindergarten. Er wurde in unserem Pfarrheim eingerichtet und dessen Ausstat- tung wird stets verbessert. Und nun ist die Zeit gekommen, dass er einen eigenen Gebäudeteil auf dem Grundstück der Kirche erhält, dies mit Unterstützung des Gábor-Bethlen-Fonds des Staatssekretariats für Nationalpolitik in Budapest”, sagt Dániel Halász, und erwähnt, dass man man auch ein Zentrum für die Streumadjaren errichten würde, was vorerst auf sich warten lässt. Im Ort leben auch Katholiken, die letztes Jahr ihre St. Anna-Kir- che renovieren ließen. Der kroatischsprachige Pfarrer Božidar Lusavec spräche ihre Sprache zwar nicht, aber jede zweite Wo- che würde man seit einiger Zeit in der Messe auf Ungarisch sin- gen. Diese Anregung der Gemeindemitglieder griff der Geistliche gerne auf. In einem früheren Gespräch bedauerte Lusavec, dass er die ungarische Sprache nicht erlernt habe, aber Einiges wür- de er verstehen, auch Unterschiede beim Sprachgebrauch der Kroatienmadjaren im Vergleich zu den in der Vojvodina. September 2015, als bereits gut 70 Kinder die Muttersprachpfle- gekurse besuchten, ereignete sich nach 37 Jahren Pause in Ma- radik eine Wende: Mit einigen Schülern wurde eine ungarische Klasse in der Schule eingerichtet. Die Reformierte Kirche hatte auch hierbei ihren Anteil, und dies änderte sich bis heute nicht: Bis jetzt aßen die Kinder im benachbarten Gebäude des Kinder- gartens. Aber vor kurzem schuf die Kreisverwaltung in der Nach- barstadt India diese Möglichkeit ab. Die Kirche sprang wieder ein und übernahm zur großen Freude der Lehrer und Eltern den Ca- teringdienst, da sich die Atmosphäre heimischer anfüllt und die Kinder ungarisch sprechen. Der Madjarische Nationalrat in der Vojvodina (eine Art Landesselbstverwaltung) unterstützt auch die Nachmittagsbetreuung im kirchlichen Rahmen. „Das ist kein rasanter Prozess, anfangs war ich auch selbst skep- tisch, ob man die ͥչȁ5ɕѽ)́յɕ!єɕ̴́)є͍ɥєѕ-ȁՑɸ՘Uɥ͍)ͥѕ͕щѕȁȁ5ѕɅ́ѥЁ)ͥѥذݕѕ́չ͕ɔ չ()ЁյͽЁͥչՍ݅չ͕ЁѕЁ)ȁͼɿ}́AɽȁݥȰ́ɑ)1ɕ́ѱ%ٕѥѥѥаͼ́́ѕȁа)ɉЁԁiմ񍬁͍ͥѕ)Ȱȁ!Ёԁݕͥ́MՑյ)ٽȁȁ]ѕtɕ񵵥ЁȁAɕȁٽ5Ʌ)i鱥UѕչiՍ)3٥ ѽ́ЁȰ́́ɘݕͅ鼴)չɥ͍-͕адչiݕѭͱȁͽݥ)ɥдչYѭͱȁɹͅYɕЁՙЁͥ)ͅ酡՘ЁMȰȁ݅єMѕ)չ5Ё͕ɉ͍MɅٽѕݕ)մ 5ѡѥɭи9ȁ٥ѕ-͔)Mȁ]ݥ͍ȁչɥ͍-͔9Դ)ͅ耡ȁѕЁMձٕɉչȁ)͕ɉ͍-͕՜5Ʌ1ɕɥа́ͥ)ɽ聅ȁ]ɥѕȁȁ1єȁUѕɥЁ)ȁ5ѕɅ͍չɔ͍ձ͍-ɥɔ՘)Uɥ͍͕镸);ɄM酋́́MɐѕЁÍAEAɽɅ)ȁչɥ͍Iչɕ́մݕѕ5Ё)5ɅYɵх́ЁȁȁɉЁ́ɕɵѕ-)ɝѕ́ѕх́ѕЁͥչɥ͍-̴)͕́ȁMɅչ!ݕɬȁ)չѕɥѕЁͥՍYх谁͕Ёȁ5Ʌͽ)ɸՍյəɸɥOɥչ)99ѕ͍͝єQݥ͍͕)չɕ})ɕSȁՍəɸ)Aɽ%-ɝѕѕЁͥȁ!ɉаչ)Ёȁȁ՘Uɥ͍չ饕ɕͥɥ)Mɉ͍+yiԁȁЁȁ́Uɥ͍]-)͕ͥɝݥ͑񍭕5Ё͕Ё)i݅ԁɝ͕tͅЁ;Ʉ)%Ʌͥ݅́ȁɅͼЁа݅մͥͥ)͍аͥݕѕ́5ԁݕɉ+y%UɸMɐչMݼՑЁ)ɑȁа݅́́ѕа5ѝȁ5ȴ)ѕ͍Ёԁ͕55ɕմɑȁ)ȁа́Uɸ٥ݕȁѕͥ؁ɱи)!ȰȁɄٕɭЁͥ٥ȁ́)%5ɥչݥ݅́ȁոÚԁɱ)Ё́չɳͱ́iЁՍ}ɡ)1͝ɕ镸ӊtɵձєMѥѥ́Mɐ)Չ͉ѹ̸)ɕȀMY@ȁ1)ȁ5ɡѕOѥɽ)́%ѕ٥܁є5ѥ)Qɽ)ȁ-ЁմU͉ɕչȁ)͍I-хչ%ѥչɕ)Aͥѕ ɱ́AեЁ͍)ձͽѕ́ݕѕѕ́Q́ )ȃYѱЁ聽9ѥѕչ5ȴ)ѕɅɽ)9ЁȁMЁ͕-хչ ͭͽɸ)ͽх͉