PhotoWeekly 48/2018 | Page 25

Praxis PHOTO KLASSIK 25 www.photoklassik.de Praxis-Tipps für bessere Analogaufnahmen PhotoKlassik berichtet viermal im Jahr über die Welt der analogen Fotografie. In den nächsten zehn Ausgaben von PhotoWeekly findest du an dieser Stelle jeweils einen PhotoKlassik-Tipp. Text & Fotos: Thomas Raatz (analoge-fotografie.net) Folge 1 von 10: Wird der Film korrekt trans­portiert? Das Filmeinlegen möchte geübt sein. Nicht weni- ge Analogfotografen konnten sich schon darüber wundern, warum sie denn weit mehr als die eigent- lich 36 Bilder pro Kleinbildfilm fotografieren kön- nen. Die Kamera transportierte den Film offenbar immer weiter. Doch das böse Erwachen kam dann später: Der Film wurde nicht transportiert, die Häk- chen und Zahnräder im Inneren der Kamera griffen nicht korrekt in die Filmperforation. So wurde ein und dieselbe Stelle des Filmes über 36 Mal belichtet. Der restliche Film war komplett unbelichtet. Die kleine Rück- spul-Kurbel an einer Klein- bild-SLR-Kamera. Es gibt jedoch einen einfachen Trick, um zu prüfen, ob der Film korrekt transportiert wird. Dieser funk- tioniert allerdings nur bei analogen Kameras mit der kleinen Rückspulkurbel (die meisten klassi- schen einäugigen Kleinbild-Spiegelreflexkameras haben diese): Nachdem der Film eingelegt und die Rückwand geschlossen wurde, dreht man die Kur- bel sanft im Uhrzeigersinn. Nun muss bald ein Wi- derstand zu spüren sein. Spannt man die Kamera, dann muss sich diese Kurbel stets sichtbar mitdre- hen. Ist dies der Fall, dann braucht man keine Sorge tragen, dass der Filmtransport nicht korrekt abläuft. Unser Autor: Thomas Raatz fotografiert seit dem Ende der 1990er-Jahre und seitdem durchgehend analog: „Ich lege keinen Wert auf Nostal- gie und Dogma, sondern bin an einer gewissen mechanischen Qualität interessiert und am fotografischen Original (am phy- sischen Datenträger [dem Negativ] und am Handabzug), zudem auch am qualitativ hochwertigen Digitalisieren (Scannen) eines solchen. Ich habe in den letzten Jahren vieles ausprobiert und sogar ein Studium im Bereich Fotografie absolviert.“ www.analoge-fotografie.net.de