PhotoWeekly 05/2019 | Page 21

Praxis PHOTO KLASSIK 21 www.photoklassik.de Praxis-Tipps für bessere Analogaufnahmen PhotoKlassik berichtet viermal im Jahr über die Welt der analogen Fotografie. In den nächsten Ausgaben von PhotoWeekly findest du an dieser Stelle jeweils einen PhotoKlassik-Tipp. Text & Fotos: Thomas Raatz (analoge-fotografie.net) Folge 9 von 10: Doppel- und Mehrfach­belichtungen an­fertigen Einige analoge Kameras besitzen die Möglichkeit, auf dasselbe Bild (denselben „Film-Frame“) meh- rere Aufnahmen hintereinander zu machen. Dies klingt zunächst nach Spielerei, lässt sich jedoch auch mit einem gewissen künstlerischen Anspruch anwenden. Bei dieser Aufnahme wurde dasselbe Negativ ganze 20 Mal nacheinander belichtet. Als Ergebnis erhält man ein Foto, das wie eine Kohlezeichnung aussieht. Verwendet wurde eine Kleinbildkamera, die einen Schalter für Mehrfachbelichtungen be- sitzt. Insbesondere jedoch simple Rollfilmkameras ohne den sogenannten „gekoppelten Filmtransport“ eignen sich hervorragend für die Mehrfachbelich- tung. Zu diesen Kameratypen zählen auch die Lomography Diana und die Holga. Innerhalb der analogen Fotografie wird Licht bei Doppelbelichtun- gen bzw. Mehrfachbelichtungen übrigens summiert auf den Film „geschrieben“. Das Ergebnis unter- scheidet sich daher von einer simplen Collage via Photoshop aus mehreren (digitalen) Einzelbildern. Nach zwanzig Belichtungen sieht das Foto aus wie eine Kohlezeichnung. Unser Autor: Thomas Raatz fotografiert seit dem Ende der 1990er-Jahre und seitdem durchgehend analog: „Ich lege keinen Wert auf Nost- algie und Dogma, sondern bin an einer gewissen mechanischen Qualität interessiert und am fotografischen Original (am phy- sischen Datenträger [dem Negativ] und am Handabzug), zudem auch am qualitativ hochwertigen Digitalisieren (Scannen) eines solchen. Ich habe in den letzten Jahren vieles ausprobiert und sogar ein Studium im Bereich Fotografie absolviert.“ www.analoge-fotografie.net