divingEurope 3|2017 - Page 60

divingEurope 3|2017 lief am 4. August 1906 vor Cabo de Palos auf ein Riff, kenterte und nahm 442 Men- schen mit ins 40 bis 65 Meter tiefe Grab. Danach erhielt die „Sirio“ den Beinamen „Titanic des Mittelmeeres“. Daneben fin- den sich noch etliche weitere Wracks, die teilweise aber dann doch wieder nur für Tech-Taucher zugänglich sind. Leider ver- hinderten Witterung und Umstände wäh- rend unseres Besuchs einen Abstieg zum italienischen Wrack. Dafür bot der zehn Schlauchbootminuten entfernte Tauch- spot Bajo de Dentro reichlich Ersatz. Die Tauchbasis Planeta Azul hat trotz eines in Teilen stark beanspruchten Equipments (unter anderem gewährte die Gummi-Ummantelung einiger Reg- ler-Schläuche tiefe Einblicke – funktio- nierten dabei aber sicher und zuverlässig) auch eine Menge Positives zu bieten. Das beginnt schon mit dem Centro de Interpre- tación de Cabo de Palos (Besucherzen- trum), das man vor dem Tauchen unbe- dingt aufsuchen sollte. Hier wird in einem großen Infobereich die Geschichte der Region anschaulich be- schrieben. Ein Übersichtsmodell der ge- samten Küstenlandschaft beherrscht den Raum. Die Wände sind mit gut gefüllten Regalen und Vitrinen bestückt, deren In- halt Bezug auf die regionale Natur und Umwelt, sowie maritime Belange nimmt. Bilder, Grafiken und diverse Exponate runden das Angebot ab. Neben vielem anderen wird der schon er- wähnte Untergang der „Sirio“ anschaulich dargestellt. Anerkennung findet das Be- mühen von Planeta Azul auch durch den Gewinn von zahlreichen Preisen bei spa- nischen Dokumentarfilm-Festivals. Nach der Theorie öffnet sich im hinteren Bereich des „Museums“ eine Tür und die Besu- 58