divingEurope 3|2017 - Page 56

divingEurope 3|2017 E in Blick auf den unteren Teil der Spa- nien-Karte zeigt das südöstlich ge- legene Zielgebiet, die an der Costa Galida (es bedeutet „warme Küste“) gelegene Region Murcia. In dem für Deutsche touristischen Niemands- land lohnt ein Blick über den Tellerrand, denn hier lässt sich das Mit- telmeer-Tauchvergnü- gen bestens mit weite- ren Wassersportarten kombinieren. Nach der Anreise über den Flughafen Alicante führt der Weg zunächst durch die Stadt Murcia, von der die Region ih- ren Namen hat. Vorbei am von unzähligen Ho- telburgen gesäumten Binnenmeer Mar Menor geht es bis nach Carta- gena, dem Ausgangs- punkt für die bei Cabo de Palos geplanten Tau- chexkursionen. Später sollen dann noch die Städte Mazarrón und Águilas folgen. einfügt. Daneben geben auch wunderschöne Jugendstilbauten Einblick in die jüngere Epo- che der 216.000-Einwohner-Stadt am Meer. Bei aller Begeisterung für Kultur und Historie ist divingEurope aber in erster Linie immer noch wegen des Tau- chens unterwegs. Und so müssen die histori- schen Stätten erstmal Warten. Nach etwas mehr als 15 Minuten erreicht unser Kleinbus Capo de Pa- los, einen typisch spa- nischen Touristenort. Die wirklichen Qualitä- ten dieses Städtchens finden sich eher im Ver- borgenen – unter der Wasseroberfläche. Wie wir alsbald erfahren ist neben des vorgelager- ten Küstenabschnitts respektive seines Riff- bereichs zudem die Landzunge von La Manga für Taucher inte- ressant. Hier fanden etliche stol- ze Schiffe ihr Ende. Die berühmte Hafen- Bei der einzigen See- In der Region Murcia liegt die 3000 Jahre stadt Cartagena blickt schlacht des spani- alte Hafenstadt Cartagena auf eine 3000 Jahre alte schen Bürgerkriegs ist Geschichte zurück und die „Baleares“ mit 786 verfügt über entspre- Besatzungsmitgliedern chend viele archäologische Schätze. Eine versenkt worden. Klingt erstmal gut, aber Reihe von Museen vermittelt diese Historie Wrackfans müssen jetzt ganz stark sein: Das ebenso eindrucksvoll wie die überall zu fin- Schiff liegt heute in einer Tiefe von 2515 Me- denden Kulturbauwerke. ter und damit jenseits von Gut und Böse, egal was für ein Gas auf dem Rücken oder an der Besonders beeindruckend ist hier das in den Seite hängt. Das berühmteste Wrack ist wohl 1980ern entdeckte Teatro Romano. Ein Am- auch deswegen die italienische „Sirio“. Das phitheater, das sich heute perfekt ins Stadtbild 4141 Bruttoregistertonnen große Dampfschiff 56