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divingEurope 3|2017 San Telmo ist der vermutlich untypischste Ort an der Küste Mallorcas. Zu behaupten „vom Tourismus vergessen“ wäre ein- deutig gelogen. Im Vergleich zu den mit Abstand meisten anderen Orten, die wir auf unserer ausgiebigen Inselrundreise gesehen haben, handelt es sich hier für mallorquinische Verhältnisse trotzdem eher um ein verschlafenes Nest. Bei dem übrigens nie ganz klar ist: heißt es nun San Telmo oder Sant Elm? Des Rätsels Lösung: ein mal Mallorquin und einmal Spanisch ... Die Anfahrt führt auf dem letzten Ab- schnitt durch eine hügelige Landschaft und ohne Navi könnte man den Ein- druck gewinnen, als wollten die da gar nicht wirklich gefunden werden. Klar gibt es den Ortskern mit einem klei- nen Hafen, Cafés, Bars, Restaurants und Läden. Aber alles im Rahmen. Die Tauchbasis, die wir Ihnen vorstellen, liegt noch wieder hinter diesem – nen- nen wir es mal so: touristischen Zent- rum. Oben auf einer Klippe, umgeben von ein paar netten kleinen Häuschen, hat der Schwabe Mathias Günther sei- ne Basis Scuba Activa. Wer gut aufge- passt hat beim Lesen der vorigen Sät- ze, wird vielleicht denken „Klippe – und Tauchbasis oben?“ Ja, so isses, ist aber auch wieder nur halb so wild, wie es sich anhört. Die Rede ist ja nicht von einem 100 Me- ter Gefälle. Nur ein paar Schritte kurz ums Häusereck führt eine Treppe hin- unter zum Wasser, und dort liegt schon das Tauchboot. Nicht genug mit die- ser erfreulichen Nachricht: Das gro- ße felsig-grüne Teil gleich ein paar Hundert Meter weiter übers Wasser ist bereits die Insel Sa Dragonera. 30 Das unbewohnte Sa Dragonera vor San Telmo ist etwa vier Kilometer lang. Höchster Punkt seit dem 16. Jahrhundert: der (ehemalige) Leuchtturm Far Vell