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divingEurope 3|2017 fünfreihigen Zähnen, lebensbe- drohend ist es aber für uns nicht. Seit einem solchen nächtlichen Vorfall im Opfinger Baggersee bei Freiburg badet man dort sel- tener in den Mondstunden. Der meist nachtaktive Raub- fisch lebt sehr lange, achtzig Jahre können es schon werden. Sein schuppenloser und mit ei- ner Schleimschicht überzoge- ner Körper ist langgestreckt, vorne im Querschnitt rund und nach hinten hin abgeflacht. Dunkelgrau bis schwarz ist er am Rücken, am Bauch aber bedeutend heller – so eine Art verflecktes weiß. Markant ist sein breiter und relativ flacher Kopf mit dem großen Maul, in dem sehr viele nach hinten ge- krümmte Hechelzähne sitzen. Kurz ist seine Rückenflosse, Af- terflosse und Schwanzstiel sind sehr verlängert, die Schwanz- flosse wieder klein. Trotzdem geht er damit ab wie die Post, wenn er aufgescheucht wird oder jagt. Aber er ist kein „Dau- erläufer“, eher ein kurzer Sprin- ter, der sich bald wieder ein ru- higes Plätzchen sucht. Hat es im Mai bis Juli um die 18 Grad Wassertemperatur, ist Laichzeit. Pro Kilo Körperge- wicht produziert die Welsdame bis zu 25 Tausend und 1,4 bis 2 Millimeter kleine, klebrige Eier, die nach der Befruchtung größer werden. Abgelegt werden sie in Was für ein Prachtexemplar: das „Monster von Altreu“ in der Schweizer Aare 136