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divingEurope 3|2017 Besonders nachts gehen die Raubfische auf ihre Beutezüge Schriften des Mittelalters glau- ben, waren die Fische in an- deren Gewässern früher sogar noch riesiger: bis zu fünf Meter lang und 300 Kilo schwer, nicht nur Respekt, sondern schon Furcht einflößend müssen die rund 100 Jahre alten Fische ge- wesen sein. Ein größerer Wels hat, außer dem Menschen, kei- nen anderen Feind zu fürchten und lebt daher sehr lange. 250-Zentimeter-Exemplare sind heutzutage im Bodensee zwar immer noch selten, wurden aber schon rausgefischt. Und in den Flüssen Po in Italien und dem Ebro in Spanien stehen Petrijün- ger, etwas übertrieben formu- liert, quasi Schlange: hier wer- den immer wieder Rekordwelse gefangen, die aber – wenn man dem glauben kann – wieder ausgesetzt werden. Der Grund: das Fleisch von alten Tieren soll nicht mehr gut schmecken. Durchschnittsgrößen des Euro- päischen Welses (Silurus glanis) liegen zwischen 60 bis 150 Zen- timeter bei einem Durchschnitts- gewicht von 15 bis 45 Kilo. 133