divingEurope 3|2017 - Page 124

divingEurope 3|2017 M anche Ziele erkun- det man bedeu- tend schöner zu Fuß und erlebt sie dabei noch inten- siver. Obwohl es auch beque- mer und schneller ginge durch die Erfindung des Rades. Nein – unsere Schweizer Nach- barn haben ein Faible, per pe- des die Weite der Welt zu ge- nießen und sind in der Hinsicht weitaus besser drauf als wir. An der Costa Brava lernten wir einen Taucher kennen, der auf kleinen Pfaden die letzten 15 Kilometer vom nächsten Ort entlang der wilden Küste mit ordentlich Gepäck zu seinem Tauchresort wanderte und über- glücklich ankam – „s`bescht hän ihr nit gseh“. Schnorchelwan- dern haben die Eidgenossen schon vor 30 Jahren erfunden, das neue Sea-Trekking ist da- her ein alter, aber immer noch interessanter toller Hut. Beim Freitauchen ist für unseren Au- tor Rene Trost oftmals der Weg schon ein Teil des Zieles. Als wir ihm ein paar Fragen zu seiner Story stellten, klärte er auf: “Wir als Freitaucher ha- ben immer einen kleinen Touch zum Abenteuer und brauchen den sportlichen Aspekt. Der Rund eine Stunde Fußmarsch steht vor dem Einstieg in den Palpuognasee an – egal wie viel zu schleppen ist. Aber ... 124 Weg vom Autoparkplatz in Pre- da zum See führt durch einen wunderschönen Arven-Wald, durch eine gigantische Berg- welt und außerdem wollten wir unseren Dreamlake verdienen“. Sein Dreamlake heißt auf Deutsch Palpuognasee. Vom Schweizer Fernsehen wurde er bei einer Umfrage im Jahr 2007 zum „schönsten Flecken der Schweiz“ gewählt. Oberhalb von Preda im Bergün ist er be- quem über die Albula-Passstra- ße zu erreichen. Er liegt eingebettet in eine wun- derschönen Kulisse und lädt am Fuß des Piz Palpuogna zum Entspannen ein.Von der Straße muss man keine 100 Meter bis an den klaren und blau-grü-