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divingEurope 2|2017 Bis heute fliegen noch einige Modelle der „Junkers Ju 52“ – Spitzname „Tante Ju“ – auch für die Lufthansa AG. Ihre Erstflug war 1932 Ganz einfach, ohne Strömung und im klarsten Wasser schwim- men wir Richtung Boot über ein flaches Riff, das in der Antike einem Amphorenkahn zum Ver- hängnis wurde. Mit den zerbrö- selten und kläglichen Resten der Tongefäße schmücken heu- te Oktopusse ihre Eingänge. Ohne Zweifel ist die „Junkers Ju 52“, besser als „Tante Ju“ be- kannt, das Paradewrack der Insel und war für uns quasi der Lockvogel. Denn Spots mit ei- 32 ner solchen Maschine sind äu- ßerst rar. Auf Elba vor Portofer- raio kann man den hinteren Teil der „Tante Ju“ betauchen, nörd- lich von Narvik in Norwegen liegt eines der meist geflogenen Flugzeuge Europas im Sand. Andere der noch heute fliegen- den Legenden wurden gebor- gen und schlummern in Mu- seen. Ganz tief im Schlamm vergraben soll eine sogar im Titisee im Schwarzwald ver- borgen sein. Aber eine so gut erhaltene wie in Leros ist ein absoluter Glücksfall. Am 13. November 1943 flog eine ganze Staffel von „Ju 52“ Transportmaschinen mit Truppen über Leros und wur- de unter Beschuss genom- men. Eine wurde am Heck getroffen und landete auf der Ostseite der Insel im Wasser. Besuchen kann man sie unter guten Bedingungen und mit bester Vorbereitung, denn der Meeresboden um sie herum